Verbindungen erkennen und verstehen

Eine kleine Anekdote die mir schon vor einigen Wochen bei den Onlinemarketingrockstars über den Weg lief zeigte mir sehr schön wie häufig mittlerweile gewisse Aktionen geplant werden. Und wie wenig davon dann doch spontan entstehen.

Es geht um den „Skandal“ bei Germanys Next Topmodell, dort entstand während des Finales ein Porno mit einem in der Amateurszene bekannten Modell „Aische Pervers“. An sich ist das sicherlich etwas worüber gewisse Magazine und Nachrichtenformate berichten wollen. Sex sales und leider Gottes muss dies auch immer extremer werden um wirklich Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Gut jetzt könnte man diese Geschichte auch einfach abhacken und währe eigentlich in diesem Umfeld hier kein Posting wert. Doch nun kommt der Teil der dann doch erstaunlich ist. Offenbar ist die Firma die hinter der Produktion von GNTM steckt und hinter der Darstellerin die gleiche. Was natürlich dann ganz andere Fragen aufwirft. War das vielleicht genau so geplant? Wie sieht es mit anderen Geschichten aus dem Umfeld aus, es gab beispielsweise auch einen großen Bild Bericht zu einem Busenblitzer während einer Show.

Werden also nun solche Skandale inszeniert um gezielt Aufmerksamkeit zu generieren? Ist das die neue Art von Marketing in dem Umfeld? Klar ist das man immer wieder nach dem Next Big Thing sucht und Marketing zu erzeugen das Viral wird, also ohne kosten sich enorm verbreitetet, ist immer schwierig. Um so besser wenn man dann mit solchen scheinbar zufälligen Aktionen sich Aufmerksamkeit erkaufen kann. Das interessante bei sowas ist ja auch das es beiden Parteien hilft. Bild hat sicherlich nichts gegen die Bilder gehabt, genau so wurde auf die Darstellerin sicherlich nun häufiger bei Google geklickt als vorher. Daher ist es für alle beteiligten eine Win-Win Situation.

Wer bei dem ganzen aber natürlich auf der Strecke bleibt ist der Zuschauer und der Konsument. Zunehmende Intransparenz bei der Berichterstattung und beim Konsum von Medien und deren Beziehungen zu Marken und Produkten machen es immer schwerer zwischen Werbung und normalen Produkten zu unterscheiden. Da rollt der Opel dann doch mal 30 Sekunden Lang eine Straße hinunter mit der Kamerafahrt am Logo vorbei. Oder die Pflegeprodukte gewisser Hersteller werden dann morgens beim schminken genutzt und wundersamer weise ist das Logo nicht verdeckt.

Diese Art der Produkt Platzierung ist zunehmend präsenter und hilft natürlich auch den Marken sich etwas weniger aufdringlich dem möglichen Kunden zu präsentieren, nur ist wirklich niemandem heute mehr klar wo die Grenzen sind und das macht es dann schwierig.