Facebook Werbung 101.1 – Ein erster Einblick

Wer in den letzten Jahren sich nicht vollständig vor den aktuellen Themen im Marketing versteckt hat, der ist zwangsläufig auch in Kontakt mit Facebook gekommen. Trotz der unglaublichen Verbreitung der Plattform und der damit einhergehenden Anzahl von Nutzern, scheint es trotzdem so zu sein, dass die meisten sich nur rudimentär damit beschäftigt haben.
Daher dachte ich mir, es ist vielleicht noch mal Zeit für ein kleines Round Up bei dem die Möglichkeiten aufgezeigt werden, zusammen mit Hinweisen zur Benutzung und für die Leute die wirklich noch überzeugt werden müssen gibt es auch noch mal die Erklärung warum Facebook momentan so beliebt sein sollte bei euch.

Warum Facebook als Werbepartner so attraktiv ist

Reichweite und Daten

Facebook hat über 30 Millionen aktive Nutzer in Deutschland, davon sind unglaubliche 23 Millionen täglich aktiv. Verlässt man Deutschland und guckt sich die Gesamtzahlen an, wird die Größe der Plattform noch mal anders deutlich: 1,94 Milliarden monatliche Nutzer! Kein Wunder also das bei dieser Reichweite eine Vermarktung hier eine unglaubliche Möglichkeit bietet.
Darüber hinaus ist aber auch die Qualität der Daten eine besonders hohe, wir teilen mit Facebook unser leben, externe Webseiten binden freiwillig Tracking Codes ein und nutzen die Like Buttons. So sammelt Facebook wie kaum ein anderes Unternehmen Profile und Informationen über uns. Diese Daten stellt Facebook uns für Marketing und Werbung zur Verfügung.
Ich möchte an dieser Stelle explizit die Diskussion über Moral, Ethik, Datenschutz und andere Themen ausgrenzen, ja diese Themen haben ihre Berechtigung und dürfen bei einer Betrachtung nicht ganz unter den Tisch fallen. Trotzdem ist in diesem Beitrag dafür kein größerer Platz vorgesehen. Daher hier stellvertretend für die vielen Stellen die noch kommen mögen: Ihr habt selber die Verantwortung euch darüber zu informieren welche Möglichkeiten nach geltendem Recht genutzt werden dürfen und wie und ob ihr eure Nutzer darüber informieren müsst!
Zurück zu den Daten, denn diese spielen eine extrem große Rolle dabei um zu verstehen warum Facebook so mächtig ist in der Werbung momentan. Durch die hohe Qualität an Informationen und den Tech Stack den Facebook auf seiner Ad Plattform liefert, ist es uns nun nicht nur möglich Leute besonders gut zu selektieren. Sondern auch viele Prozesse zu optimieren und zu verbessern.
So bekommen wir beispielsweise einen Einblick über den Channel vom Klick auf die Werbung im Feed bis hin zur Conversion in unserem Shop. Genau so werden auch mehr Informationen für uns zur Verfügung gestellt um Click Rates und Co zu optimieren.
Was viele nicht verstehen momentan: Facebook hat kein Interesse der Böse zu sein, die Möglichkeiten vom Targeting und die Bereitstellung der Informationen und Interaktionen für uns wird nicht primär gemacht um mehr Geld zu verdienen. Sondern um Richtlinien, Anreize und ein in sich selbst verbesserndes System zu schaffen.
Facebook hat kein Interesse daran das ihr schlechte Videos an Millionen von Leuten schickt und die mit euren Inhalten nervt. Im Zweifel springen Nutzer ab und verlassen Facebook wegen der schlechten Erfahrung und niemand zahlt genug um aus Facebooks Sicht es zu rechtfertigen die Benutzer so mit Werbung zu nerven das man die Plattform verlässt.
Aus dieser Motivation heraus entstehen also erst Techniken wie Lookalike, Relevance Scores und die Möglichkeiten für Statistiken. Facebook möchte uns dabei helfen den richtigen Leuten die richtigen Inhalte zu zeigen damit alle eine gute Experience auf der Plattform haben. Nur so ist sichergestellt das der Nutzer sich nicht vorkommt als wenn der Feed eine Litfaßsäule wäre.

Kosten

Sehr genau kann ich mich noch an die Diskussionen erinnern als Facebook angefangen hat nicht nur Werbung in der Seitenleiste anzubieten, sondern auch im Feed. Alle haben sich aufgeregt warum man nun zum adressieren seiner eigenen Fans auch noch Geld zahlen soll. Viele fühlten sich betrogen und sahen ihre harte Arbeit beim Aufbau einer Community als etwas was nun von jedem einfach gekauft werden konnte.
Obwohl ich grundsätzlich kein Freund dieser Diskussion war und ich auch nicht sehe wie es der Branche nutzen soll sich damit zu beschäftigen das sich Rahmenbedingungen ändern, finde ich kann man heute sagen das dieser Schritt den aller meisten eher geholfen hat als geschadet. Dazu muss man sich aber auch eingestehen welche Probleme es zu der damaligen Zeit gab.
Wir haben schon immer um Aufmerksamkeit im Feed gekämpft, dabei waren aber die Möglichkeiten stark limitiert, wir waren darauf angewiesen das ein gewisses Grundrauschen und damit einhergehend die Interaktion mit den Usern ständig vorhanden war. Wurde man mal für 1-2 Wochen irrelevant aus welchen Gründen auch immer ist man schnell aus den Köpfen und dem Feed der Leute verschwunden.
Nun gibt es also die Möglichkeit sich diese Aufmerksamkeit wieder zu holen, zwar bezahlt, aber immerhin kann man nun in gut gesteckten Grenzen wieder um die Gunst der User kämpfen und sich eine erneute Relevanz erarbeiten.
Ein Video was gefühlt immer an dieser Stelle kommt soll natürlich auch hier nicht fehlen:

Facebook Werbung in der Praxis

Nachdem wir uns zumindest rudimentär damit auseinander gesetzt haben warum die Werbung auf Facebook gerade so attraktiv ist, ist es nun an der Zeit zu klären wie in der Praxis denn Werbung auf Facebook aussieht und welche grundlegenden Einstellungen es gibt.

Die Voraussetzungen

Facebook Business Account

Um mit Werbung auf Facebook zu starten ist selbstverständlich ein Account dort nötig. Ich möchte eigentlich diesen Teil nicht ausführlicher erklären, trotzdem ist an dieser Stelle schon mal der Hinweis gegeben: Bitte nutzt für eure nächsten Schritte gleich einen Business Account und macht nicht den „Fehler“ alles über euren Privaten Account laufen zu lassen. Dabei geht es nicht so sehr darum das Funktionen fehlen oder ähnliches, aber das Teilen von Informationen innerhalb von Teams und wenn später mal Leute dazu kommen die damit arbeiten sollen wird so erst sinnvoll möglich.
Der Start für den Business Account ist hier: https://www.facebook.com/business/help/1612355968988019/

Facebook Seite / Instagram Account

Neben dem Ad Account und dem was dazu gehört, wie das hinterlegen von Zahlungsarten und ähnlichem, ist es ratsam eine eigene Facebook Seite zu haben und wenn gewünscht auch einen Instagram Account. So gibt es zwar auch ohne die Accounts, Möglichkeiten zur Bewerbung, aber auf der einen Seite hat Facebook natürlich ein Interesse seine Besucher auf der Plattform zu lassen, was sich entsprechend auch bei der Werbung bemerkbar macht. Die andere Seite ist aber auch das man so gleich einige Vorteile langfristig mit nimmt wie die Generierung von Likes für die Seite und einen Anlaufpunkt für Besucher.

Technische Aspekte

Es gibt schon eine ganze Weile das Bestreben von Werbeplattformen Tracking Pixel und Co auszuliefern die bei der Bewertung von Werbemitteln helfen soll, dazu kommen im Fall von Facebook auch noch weitergehende Möglichkeiten für Zielgruppendefinitionen über importierte Listen, Produktdaten die für Werbungen verwendet werden können und andere Punkte.
Wann was wie gebraucht wird zeige ich entsprechend bei den Werbemitteln auf, was ich hier aber schon mal hinterlegen will: Die Möglichkeit auf euren eigenen Webseiten JavaScript Code zu hinterlegen und Daten an Facebook zu übertragen ist enorm hilfreich. Ganz ohne IT oder entsprechende Berechtigungen im Fall von WordPress und Co verliert ihr ansonsten einiges an Potenzial.

Werbemittel und Co

Oftmals ein unterschätzter Bereich, daher hier noch mal die explizite Erwähnung. Wir hatten mal eine Phase im Digitalen Marketing in der wir als Optimierung fast ausschließlich das Werbemittel hatten. Nun sind wir dank mehr Daten über die Leute die unsere Werbung sehen in der Lage auf mehreren Ebenen zu optimieren.
Aber genau das ist der Punkt: Mehrere Ebenen, wir haben NEUE Möglichkeiten gewonnen zur Optimierung, das bedeutet aber nun NICHT das wir alte Optimierungsmöglichkeiten nicht mehr nutzen können oder sollten. Es ist dadurch auch deutlich komplexer geworden wie wir testen und optimieren. Dazu kommen wir dann aber später.
Konkret soll hier also noch mal der Hinweis sein das auch weiterhin die Werbemittel einen starken Einfluss auf die Performance haben und dementsprechend Leute mit einem gewissen Background weiter gefragt sind bei der Erstellung. Auch kann die Anzahl der Werbemittel die benötigt werden schnell explodieren.
Insbesondere vor dem Hintergrund der Möglichen Formate und Formen, so haben wir ja nicht nur Texte, sondern auch Bilder, Videos, Canvas und natürlich den ganzen Bereich der Landingpages als mögliche Ziele von Werbungen.

Die Möglichkeiten zum Starten

Zum bewerben auf Facebook gibt es unterschiedliche Tools die direkt von Facebook kommen. Dabei ist jeweils die Zielgruppe die das Tool nutzt entscheidet über den Umfang der Funktionalität.

Direkt im Feed / Facebook

Die wohl am schnellsten zu findende Möglichkeit ist das Bewerben direkt in der „normalen“ Ansicht die man bereits als normaler Nutzer von Facebook kennt. Ist man auf einer Page deren Admin man ist oder sieht einen Post von einer Seite bei der man Admin ist, erscheint die Möglichkeit für „Boost Post“:

die Platzierung lässt schon erraten für welche Zielgruppe diese Lösung gedacht ist. Solche die mal eben 20 Euro ausgeben möchten um einen Beitrag zu bewerben oder einfach mal ausprobieren wollen. Auch wenn grundsätzlich hier auch in gewissen Grenzen fortgeschrittene Einstellungen möglich sind rate ich von dieser Art der Bewerbung dringend ab!

Einerseits hat man so ggf. Konflikte das die Bewerbung nicht im Business Account angezeigt wird und so keine globale Übersicht entstehen kann. Weiterhin hat man im Business Account später auch nicht die Möglichkeit Zielgruppen zu verändern und am wichtigsten ist wohl das nicht alle Funktionen in vollem Umfang zur Verfügung stehen.

Dies mache ich aber insgesamt Facebook nicht zum Vorwurf, die Möglichkeiten die Facebook mittlerweile liefert zur Bewerbung sind umfangreich und daher ist es nur verständlich das man gerade Einsteiger nicht gleich mit allem konfrontieren möchte.

Für Leute die allerdings ein ernsthaftes Investment in dem Bereich anstreben sollten sich von Tag 1 mit den „richtigen“ Tools beschäftigen!

Neben dem „Boost Post“ gibt es in diesem Umfeld eine weitere Werbeform die schnell ins Auge fällt:

Dabei geht es darum seine Eigene Webseite die man als Admin einer Facebook Page eintragen kann zu bewerben. Es gelten hier die gleichen Restriktionen wie weiter oben bereits erklärt.

Der Vollständigkeit kommt dann noch der Hinweis auf die „Promote“ Funktion für eine Facebook Page, auch bei dieser gelten wieder die Limitierungen und Argumente wie weiter oben.
All diese Möglichkeiten die ich gerade gelistet habe, sind auch an einer anderen Stelle verfügbar und dort auch mindestens im gleichen Funktionsumfang.
Der Grund warum ich trotzdem noch mal hier darauf hinweise obwohl ich offensichtlich nicht möchte das ihr damit startet ist: Man kann sich durch die Benutzung einige Probleme ins Haus holen und ich möchte vermeiden das ihr diese Möglichkeiten nutzt als Short Cut. Auch wenn es Freitag Abend 18:00 Uhr ist, solltet ihr nicht einfach auf der Timeline einen Post über diese Funktion Boosten, sondern euch die Zeit nehmen den etwas längeren aber wie ich finde besseren Weg nehmen!

Der bessere Weg

Habt ihr die Vorbereitungen entsprechend getroffen und einen Business Account angelegt und innerhalb diesem einen Ad Account, ist der beste Start für neue Werbung gerade am Anfang der Ads Manger. Diesen erreicht ihr über den Business Account indem ihr im Menü den entsprechenden Punkt wählt:
Auf der nun folgenden Übersichtsseite wählt ihr oben Rechts in der Ecke bitte „Create Ad“ (grüner Button). Dies führt euch dann direkt hier hin:
Genau diese Stelle soll nun gerade für die Anfangszeit die sein, auf der ihr zum erstellen von neuer Werbung startet.

Marketing Objective – Was will ich eigentlich erreichen?

Facebook unterteilt seine eigenen Werbemittel in drei Bereiche:
Awareness, Consideration und Conversion
Auch wenn, man glaube ich viel darüber reden kann ob die Aufteilung so gerechtfertigt ist und insbesondere ob die darunter angeordneten Werbeformen immer so trennscharf sind. Zeigt die Auflistung zumindest uns mal das wir uns mit diesen Phasen und Möglichkeiten beschäftigen müssen.
Es kann also auch als Reminder gesehen werden der uns immer wieder daran erinnern soll wie wichtig es ist sich über das Ziel der Werbemittel im klaren zu sein. Nur so kann dann die gesamte Kette auch erfolgreich funktionieren.
Wer sich an dieser Stelle übrigens an AIDA erinnert fühlt, kann sich ja nochmal die 2 Minuten nehmen und im Marketing Lehrbuch nachschlagen. In wie weit das Modell in der heutigen Zeit noch Relevanz hat kann man sicherlich diskutieren.

Awareness

In dem Awareness Bereich geht es darum durch Werbemittel eine größere Bekanntheit zu erzeugen.

Hier unterteilt Facebook den Bereich in Brand Awareness und Reach, das übergeordnete Ziel scheint also zu sein möglichst vielen Leuten die Nachricht, was auch immer das konkret ist, zu zeigen.

Für genau diesen Awareness Bereich weist Facebook folgende Informationen aus:

Estimated Ad Recall Lift (People) / Estimated Ad Recall Lift Rate / Cost per Estimated Ad Recall Lift

Estimated ad recall lift (people) is the estimated number of people likely to remember your ads within 2 days. This metric is available for ads using the brand awareness, video views and Page post engagement objectives.

Ad recall surveys historically include a percentage of people who say they’ve seen your ads when they weren’t shown them. We factor this percentage in.

Estimated ad recall lift (people) is an estimate only, and may be imprecise. We base our calculations on the amount of time people spend looking at your ad; our data shows the longer they spend, the more likely they are to remember it. Many other factors influence ad recall including:

  • The creative: your images, video, text and links
  • Existing awareness of your brand
  • Your ad’s audience

Für Firmen mit etwas mehr Budget ermöglicht es Facebook übrigens auch diese oben angesprochenen Umfragen selber durchzuführen. Sprich Nutzer die eure Werbung für eine bestimmte Kampagne gesehen haben werden dann tatsächlich gefragt ob sie sich an euch erinnern.

Über Kosten und den genauen Ablauf müsst ihr euch allerdings dann mal bei Facebook umschauen. In der Praxis hatte ich noch nicht das Vergnügen so etwas durchzuführen.

Brand Awareness
„Reach people more likely to pay attention to your ads and increase awareness for your brand.“
Bei dieser Variante wird per Default auf Brand Awareness und damit die oben aufgeführten Zahlen optimiert. Wie funktioniert das in der Praxis?
Facebook erklärt selbst wie die Kennzahl zustande kommt in diesem Blog Beitrag bei der Einführung. Im Grunde, zeigt es das Bild oben auch schon, es wird in Betracht gezogen wie lange jemand mit der Ansicht der Werbung verbracht hat im Verhältnis mit den Zeiten die sonst für die Person üblich sind. Ist man eher ein neugieriger Mensch und guckt sich gerne über einen längeren Zeitraum Werbungen an, wird dies entsprechend berücksichtigt. Dazu kommt dann die normale Reichweite und am Ende, um die Abstraktion zu machen, werden historische Daten verwendet die man bei den Benutzer Umfragen erhalten hat.
Reach
„Show your ad to the maximum number of people.“
Reach ist vom Ziel und von der Verwendung ziemlich einfach, hier geht es um die Impressions die man erzeugt. Das Ziel ist hier klar definiert: Eine möglichst große Verbreitung der Werbung.
Die dahinter liegende Optimierung versucht also möglichst günstig Reichweite zu generieren. Dabei sollte einem allerdings im Kopf bleiben das es sich hierbei häufig um Reste handelt. Wenn man sich alle Benutzergruppen bei Facebook in Clustern vorstellt, sollte jedem klar sein das es Cluster gibt die so umworben von der Industrie sind das dort hohe Preise gezahlt werden.
So schlägt man sich dann als kleiner Anbieter von einem Luxus Artikel auch mit all den Household Names rum aus dem Segment. Die im Zweifel ein etwas größeres Budget haben als man selbst.

Consideration

Kennt die Zielgruppe bereits die eigene Marke, Dienstleistung oder Produkt, so kann man eine Stufe im Funnel weiter gehen zu Consideration. Darunter wird generell verstanden, dass die Zielgruppe bereits genug informiert ist das dass Produkt für einen geeignet ist und nun der Kampf zwischen den Möglichkeiten entsteht.
Der Kunde liegt also nun genau zwischen einer generellen Informations / Branding Kampagne und der Conversion Kampagne. In dieser Funnel Gruppe befinden sich folgende Teile:
Traffic

„Increase the number of visits to your website or get more people to use your app.“

Ziele: Externe Webseiten und Apps (mobile)

Mit dem Traffic Ziel möchte man Besucher auf Facebook zu externen Inhalten bekommen. Dazu gehören in der Regel eigene Webseiten auf denen dann erweiterte Inhalte  angezeigt werden können.

Traffic als Ziel fühlt sich momentan als eine Altlast in FB an, auf der einen Seite hat man in den letzten Jahren zugucken können wie Facebook ein Interesse hat das die Leute auf Facebook bleiben und eben nicht zu externen Seiten gehen. Außerdem ermöglichen natürlich auch viele andere Formate in etwas abgewandelter Form Links zu integrieren die dann geklickt werden können.

Trotzdem sollte man dieses Objective nicht unterschätzen, es ist noch immer sehr beliebt und hat sicherlich seinen Platz im aktuellen Setup. Darüber hinaus ist es natürlich wieder so das man genau mit so einer Wahl wieder FB die Chance gibt die Werbung an solche auszuspielen die überhaupt die Möglichkeit von externen Links nutzen.

Was ja auch etwas ist was nicht jeder möchte, für den Benutzer von FB und Instagram ist der Besuch von externen Webseite immer auch ein harter Cut im User Verhalten und aus dem Grund nicht unbedingt beliebt.

Engagement

„Get more people to see and engage with your post or Page.“

Ziele:

  • Boost your posts (Post engagement)
  • Promote your Page (Page likes)
  • Get people to claim an offer on your Page (Offer claims)
  • Raise attendance for an event on your Page (Event responses)

Engagement ist wohl die am meisten verwendete Werbeform, was leider nicht unbedingt an dem Fakt liegt das die am effektivsten ist, sondern an der weiter oben beschriebenen Präsentation von „Boost Post“. Genau diese Post Boostings sind es die oftmals den ersten Kontakt mit Facebook Werbung darstellt.

In dem Pool der Möglichkeiten gibt es aber auch die „Promote Your Page“ Werbung, Offers und Events. Im Grunde beschäftigt sich die Werbung in diesem Segment also mit der Unterstützung der organischen Möglichkeiten auf Facebook.

Damit hat man nun die Chance aus einer Hand eine Plattform zu bedienen auf der man Inhalte organisch Posten kann für den Zugriff von Kunden und Besuchern und gleichzeitig Werbung dafür zu schalten für Leute die bereits auf der Plattform sind.

Obwohl dieses Konstrukt heute stark verbreitet ist möchte ich hier dann doch noch mal auf die alten Bedingungen hinweisen: Wir erstellen Inhalte auf einem externen Blog und kaufen uns auf externen Seiten Banner um den Traffic dort hin zu leiten. In der Vergangenheit war es also so, das wir in der Regel die Content Seiten und die Werbung getrennt haben. Nun ist es mehr und mehr zusammen.

App Installs

„Send people to an app store where they can download your app.“

Facebook ist einer der größten Treiber von App Installation, nicht nur weil es auf so vielen Geräten bereits vertreten ist, sondern natürlich auch wegen der Zielgruppen Definition die weiter oben schon mal angesprochen wurde.

In dem App Installationsbereich habe ich selber noch nicht viel gemacht, daher kann ich hier Initial nicht viel berichten. Denke aber das die grundsätzliche Funktionalität ziemlich offensichtlich und klar für alle sein sollte.

Video Views

„Promote videos that show behind-the-scenes footage, product launches or customer stories to raise awareness about your brand.“

Video Views als Ziel ist für mich ein Hybrid wie auch aus der kurzen Info von Facebook selbst hervorgeht. So haben wir auf der einen Seite die grundsätzliche Engangement ähnliche Möglichkeit die Views zu steigern, der Grund und der Aufbau der Videos eignet sich aber auch außerhalb von der Consideration Stage für die Brandawareness.

Video ist insgesamt auch ein spannendes Thema momentan für Facebook das sich in dem Bereich immer weiter etablieren möchte. Aus diesem Grund sieht man von der Plattform auch einen entsprechenden Push in dem Bereich.

So sehen zum Beispiel die Engagementzahlen von Videos sehr gut aus und sind nicht erst seit den Facebook Live Videos in denen Votings abgehalten werden auf dem Radar von vielen Marketing Verantwortlichen. Einer der aktuellen Konzepte ist es daher auch normale Bilder in kurze Videos zu konvertieren um von dem scheinbaren Boost durch Facebook zu profitieren.

Eine weitere Bestätigung für Facebooks Interesse an Video ist die nun zunehmende Anzahl an Live Übertragungen, insbesondere aus dem Bereich vom Sport. Hier wird es sicherlich in Zukunft auch zu ähnlichen Bewegungen kommen wie sie auch YouTube und Twitch durch gemacht hat.

Lead Generation
 „Collect lead information, such as email addresses, from people interested in your business.“
Lead Generation Kampagnen sind etwas besonderes in Facebook, es ermöglicht Werbetreibenden Informationen abzufragen. Dadurch hat man die Chance direkt mit Interessenten zu interagieren und vorher über ein Formular Daten abzufragen. Es ersetzt praktisch die Kontakt und Leadformulare die man normalerweise auf Webseiten sieht.
Ich habe das Gefühl das die Lead Ads noch nicht wirklich verbreitet sind und die Nutzung noch nicht das Level erreicht hat die es haben könnte. Es ist natürlich eine tolle Möglichkeit Informationen von potenziellen Kunden zu bekommen und dann mit maßgeschneiderten Antworten und Angeboten zurück zu kommen.
Doch der Aufwand für so ein Vorgehen ist auch entsprechend höher, leite ich Kunden einfach in einen Shop, dann skaliert das besser als tausende von Leads. Dementsprechend wichtig ist es genaue Zielgruppen zu definieren um die Erfolgschance zu erhöhen.

Conversion

Bewegen wir uns noch mal ein ganzes Stück näher an die Conversion mit dem „Conversion“ Funnel Step. Unter dieser Gruppe befinden sich Werbemaßnahmen die direkten Einfluss, auf den Verkauf von Produkten oder das Buchen von Dienstleistungen oder was auch immer man anbietet, nimmt.

An dieser Stelle möchte ich die Chance auch noch nutzen um schon mal anzureißen das man eine Vollständige Kampagne fahren sollte. So ist es aus meiner Sicht nicht wirklich gut Brand Awareness Kampagnen zu starten und dann andere Schritte auszulassen.

Es muss nicht  zwangsläufig immer alles auf Facebook passieren, auch wenn das natürlich Vorteile hat weil die Verbindung leichter herzustellen ist. Wichtiger ist mir aber eher das es natürlich extrem hilfreich ist sich über den gesamten Ablauf Gedanken zu machen, nur so kann das Maximum herausgeholt werden.

Conversions

„Get more people to use your website, Facebook app, or mobile app. To track and measure conversions, use the Facebook pixel or app events.“

Die einfachste Form von Conversions sind Abschlüsse auf externen Webseiten oder Anwendungen / Apps. Um dies für Facebook messbar zu machen kommt hier eine weitere Besonderheit zum Tragen. Der Facebook Conversion Pixel, damit ermöglicht man Facebook den Zusammenhang zu erstellen zwischen den Leuten denen man die Werbung gezeigt hat und solchen die dann auf der Webseite eine gewisse Aktion durchgeführt hat.

Der Pixel hat auch im Targeting noch einen großen Einfluss, weil er dort ermöglicht spezielle Besucher abhängig vom Verhalten auf Facebook wieder zu targeten und ist damit nicht nur für die Messung von Conversions verantwortlich. Hat man diesen Schritt ein mal gemacht stehen einem so gleich mehrere neue Möglichkeiten zur Verfügung.

Die Anleitung von Facebook bezüglich des Pixels befindet sich einerseits auch im Business Account aber kann auch hier angeguckt werden: https://www.facebook.com/business/help/952192354843755?helpref=faq_content#

An dieser Stelle ist vielleicht auch noch mal der richtige Platz das es wichtig ist, sich anzugucken wie Conversions bewertet und zugeordnet werden und ob dies der Realität entspricht. Ohne jetzt hier die gesamte Geschichte von Attribution noch mal aufzurollen die kurz Fasung: Nur weil Facebook euch sagt das die Werbung X Conversions hatte, heißt das nicht das andere Werbeformen auch außerhalb von FB keinen Einfluss auf die Entscheidung hatten.

Ein Kunde der ein Produkt kauft und sich darüber informiert auf irgendwelchen Seiten und dann auf FB von euch die Werbung angezeigt bekommt und dann das Produkt kauft ist ja nicht untypisch. Häufig sind die Berührungspunkte noch Vielfältiger und komplexer, daher sollte jedem klar sein das man nicht 100% vom Umsatz dann FB zuweisen darf.

Außerdem ist es wichtig zu verstehen das ein Teil der Attribution noch in FB eingestellt werden kann, dazu gehört ob die Anzeige von Werbung bereits für eine Zuordnung zu der Werbung reicht und welche Zeiträume dafür genommen werden sollen.

Product Catalog Sales

„Show products from your product catalog based on your target audience“

Ein etwas neueres Format ist die Anzeige von Produkten direkt auf Facebook, dies sieht man nun auch immer wieder in Verbindung mit normalen Postings bei denen zusätzliche Produkte unterhalb angezeigt werden.

Für diese Art von Werbung ist es notwendig zusätzlich zum Conversion Pixel, auch einen Produktkatalog anzulegen aus dem die Informationen für die Darstellung genommen wird.

Grundsätzlich ist diese Werbung gut geeignet um bei einem großen umfangreichen Produktportfolio, Werbemittel zu erstellen die sehr genau zu den Besuchern passt. Hier ist es nämlich nun möglich sowas zu machen wie automatisches Retargeting, dabei werden die Produktdetailseiten im eigenen Online Shop direkt mit dem Katalog verknüpft und dann kann auf FB die Werbung entsprechend ausgespielt werden ohne für jedes Produkt Grafiken anzufertigen.

Grundsätzlich finde ich das eine ganz gute Idee, man muss glaube ich nur überlegen ob es das Richtige für einen ist. Hat man beispielsweise ein stark eingeschränktes Produkt Sortiment sollte man sich dort wohl eher selber an die Erstellung von Grafiken machen. Ist das Produktportfolio sehr groß kann man auch überlegen ob die Variante für Kategorien solche Grafiken selber anzulegen besser sein kann.

Ursprünglich habe ich diese Werbeform eher selten gesehen, schlussendlich muss man aber sagen das sie aktuell zu der Grundausstattung von eCommerce Online Shops gilt. Allgemein ist die Variante zusammen mit Retargeting über den Facebook Pixel einer der einfachsten und profitabelsten.

Store Visits

„Promote multiple business locations to people who are nearby.“

Wichtig: Nicht alle haben Zugang auf die entsprechende Optimierung für Store Visits. Facebook sagt für diesen Fall das man sich mit seinem Account Manager in Kontakt setzen soll.

Grundsätzlich bietet Store Visits die Möglichkeit, wie der Name schon sagt, Leute in den Physischen Laden zu bekommen. Dabei werden abhängig von der aktuellen Position vom FB Nutzer Werbungen angezeigt um darauf hinzuweisen das vielleicht etwas spannendes in der Nähe ist.

Gerade mit der Möglichkeit von FB sich als Besucher für eine Location zu markieren gibt es da schon einige Möglichkeiten für Optimierungen und Messungen. Was man halt hier sich überlegen muss: Was ist der Grund das jemand in meinen Laden kommt? Denn klar auf eine Werbung zu klicken ist eine viel kleinere Hürde als aktiv in einen Laden zu laufen.

Fazit

Ohne euch jetzt aufgezeigt zu haben welche Einstellungsmöglichkeiten es in jedem Kampagnentyp und jedem Ziel gibt, ist glaube ich die Anzahl der Möglichkeiten schon ziemlich umfangreich.

Ich finde aber auch das es notwendig ist sich mit den Möglichkeiten zu beschäftigen und aus dieser einseitigen Betrachtung auszubrechen bei der man nur über Boosted Posts nachdenkt.

Ausblick

Facebook ist umfangreich, als ich angefangen habe diesen Beitrag zu verfassen habe ich noch gedacht ich mache einen etwas längeren als sonst und beschäftige mich mit fast allen Aspekten von FB Werbung. Nachdem ich nun es gerade mal geschafft habe die möglichen Kampagnen Typen zu beschreiben, habe ich offensichtlich noch einiges vor mir um den Bereich zu vervollständigen.

Daher wird sich dann der Nächste Beitrag dieser Serie damit Beschäftigen was man aus dem ganzen Bereich von Zielgruppen holen kann und Hinweise bezüglich der Werbemittel.

Wenn ich aber meine Shortlist angucke was für Themen ich auch noch auf dem Schirm habe: Tools, Optimierungen / Testing, KPIs, Advanced Pixel Tracking, Budget, Strategien …

Auf die Themen dürft ihr euch dann also noch alle freuen!

Verbindungen erkennen und verstehen

Eine kleine Anekdote die mir schon vor einigen Wochen bei den Onlinemarketingrockstars über den Weg lief zeigte mir sehr schön wie häufig mittlerweile gewisse Aktionen geplant werden. Und wie wenig davon dann doch spontan entstehen.

Es geht um den „Skandal“ bei Germanys Next Topmodell, dort entstand während des Finales ein Porno mit einem in der Amateurszene bekannten Modell „Aische Pervers“. An sich ist das sicherlich etwas worüber gewisse Magazine und Nachrichtenformate berichten wollen. Sex sales und leider Gottes muss dies auch immer extremer werden um wirklich Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Gut jetzt könnte man diese Geschichte auch einfach abhacken und währe eigentlich in diesem Umfeld hier kein Posting wert. Doch nun kommt der Teil der dann doch erstaunlich ist. Offenbar ist die Firma die hinter der Produktion von GNTM steckt und hinter der Darstellerin die gleiche. Was natürlich dann ganz andere Fragen aufwirft. War das vielleicht genau so geplant? Wie sieht es mit anderen Geschichten aus dem Umfeld aus, es gab beispielsweise auch einen großen Bild Bericht zu einem Busenblitzer während einer Show.

Werden also nun solche Skandale inszeniert um gezielt Aufmerksamkeit zu generieren? Ist das die neue Art von Marketing in dem Umfeld? Klar ist das man immer wieder nach dem Next Big Thing sucht und Marketing zu erzeugen das Viral wird, also ohne kosten sich enorm verbreitetet, ist immer schwierig. Um so besser wenn man dann mit solchen scheinbar zufälligen Aktionen sich Aufmerksamkeit erkaufen kann. Das interessante bei sowas ist ja auch das es beiden Parteien hilft. Bild hat sicherlich nichts gegen die Bilder gehabt, genau so wurde auf die Darstellerin sicherlich nun häufiger bei Google geklickt als vorher. Daher ist es für alle beteiligten eine Win-Win Situation.

Wer bei dem ganzen aber natürlich auf der Strecke bleibt ist der Zuschauer und der Konsument. Zunehmende Intransparenz bei der Berichterstattung und beim Konsum von Medien und deren Beziehungen zu Marken und Produkten machen es immer schwerer zwischen Werbung und normalen Produkten zu unterscheiden. Da rollt der Opel dann doch mal 30 Sekunden Lang eine Straße hinunter mit der Kamerafahrt am Logo vorbei. Oder die Pflegeprodukte gewisser Hersteller werden dann morgens beim schminken genutzt und wundersamer weise ist das Logo nicht verdeckt.

Diese Art der Produkt Platzierung ist zunehmend präsenter und hilft natürlich auch den Marken sich etwas weniger aufdringlich dem möglichen Kunden zu präsentieren, nur ist wirklich niemandem heute mehr klar wo die Grenzen sind und das macht es dann schwierig.

SEO und Content Marketing

Seit beginn der Suchmaschinen im Internet, gab es Bestrebungen sich dort mit seiner Webseite möglichst gut zu platzieren. War es doch lange Zeit die Hauptquelle von Besuchern und die Perfekte Möglichkeit gefunden zu werden. Doch das Bestreben dieser guten Platzierungen war auch immer ein Kampf, ein Kampf zwischen den Anbietern der Suchmaschinen und den Webseiten die um ihre Positionierung kämpften. Aus Sicht der Suchmaschinen war es aber kein Kampf gegen Webseiten oder Leute die versucht haben sich besser zu positionieren, es war der Kampf um Benutzer. Das Ziel der Suchmaschinen war den für den Nutzer besten Inhalt zu liefern, nur so konnte man die Nutzer langfristig binden und dadurch selbstverständlich auch monetisieren.

Das bei diesem Spannungsverhältnis nicht immer alle mit normalen Mitteln gespielt haben lag an der Natur der Sache. Es gab schließlich nicht nur einen ideellen Wert besser positioniert zu sein, sondern schlug sich dies auch direkt in mehr Besuchern nieder.

Zu den genutzten Methoden gehörten unter anderem:

Payed Links

Das kaufen von Links von Webseiten zum verbessern der eigenen Rankings. Eine Methode die noch häufig verwendet wird in unterschiedlichen arten. Der Grund für den Erfolg solcher Maßnahmen liegt darin begründet das Backlinks, also Links von Seiten zu anderen Seiten von Google immer noch als das stärkste Signal verstanden wird das gewisse Inhalte oder Domains relevanten und für Nutzer wertvollen Content enthalten.

Keyword Stuffing

Gerade in der Anfangszeit war es durch die nicht vorhandene Rechen power und das fehlen von geeigneten Algorithmen zu bestimmen ob eine Webseite für einen gewissen Inhalt angezeigt werden soll oder nicht. Daher war eine einfach Möglichkeit direkt zu gucken ob die Suchbegriffe des Nutzers auf der Webseite enthalten waren. Wurde dabei der Begriff besonders häufig verwendet hielt man es für wahrscheinlich das die Webseite sich mit dem Thema ausführlich beschäftigt hat und dies ein geeigneter Inhalt für den Nutzer ist. Auf den ersten Blick scheint das System auch plausibel, bis allerdings Seitenbetreiber anfingen die Begriffe sinnlos in den Texten zu wiederholen oder gar ganze Bereiche auf der Webseite, meist noch unter dem Footer, nutzen um dort alle möglichen Kombinationen und arten von Begriffen zu zeigen um Suchmaschinen zu suggerieren das sich intensiv mit bestimmten Themen beschäftigt wurde.

Dublicated Content / Content Spinning

Das Erstellen von Content ist häufig mit viel Arbeit verbunden, dies wurde daher selbstverständlich sehr gerne abgekürzt. Beispielsweise durch das simple klauen von Inhalten von anderen Seiten und eintragen auf der eigenen Webseite. Nachdem dies aber recht schnell zu erkennen war wurden im Anschluss Methoden entwickelt um Texte umzuformulieren durch Algorithmen. Dabei war das Ziel die Suchmaschinen so zu täuschen als ob der Content auf der Seite wirklich neu war und nicht von anderen Seiten. Diese Art der Manipulation ist bis heute noch sehr verbreitet da hier die Algorithmen immer feiner und besser wurden.

Sonstiges

Es gab selbstverständlich auch sehr technische Methoden: Optimieren der Internen Link Strukturen um gezielt Bereiche einer Webseite zu stärken. Das verstecken von Inhalten vor Google oder Besuchern. Erzeugen von Blog Farms für Link Building. Immer wieder auch ausnutzen von bestimmten Teilen der Algorithmen der Suchmaschinen, Beispielsweise das Setzen von einer bestimmten Anzahl von Keywords. Verwenden von bestimmten HTML Tags um dort zusätzliche Keywords unter zu bringen (ALT Tags von Bildern und co..).

Die Liste der Methoden könnte man noch ewig so weiter führen. Durch die regelmäßigen Updates mussten immer neue Methoden erarbeitet und verfeinert werden um sich einen Vorteil zu verschaffen um bei Google, Bing und Co weiter oben zu stehen.

Fast Forward ins hier und jetzt!

Zu sagen das die Suchmaschinen den Kampf gewonnen haben ist vielleicht zu weit. Noch immer gibt es Bereiche die durch Black Hat SEO Techniken manipuliert und beeinflusst werden. Doch der Anteil und der Erfolg ist nicht mehr so enorm wie es früher der Fall war. Heute gibt es ein gutes Verständnis dafür was ein gutes Suchergebnis ist und wie die angezeigten Webseiten auszusehen haben. Genau das ist auch der Grund warum das technische SEO Heute zunehmend weniger Bedeutung hat. Es werden mittlerweile viele Punkte die früher zu starken Problemen geführt haben ignoriert oder durch entsprechende Mechaniken umgangen. Dadurch ist es heute leichter als jemals zuvor für SEO zu optimieren. Was aber nicht gleichbedeutend ist das es heute einfacher ist gut zu ranken. Dadurch das die Regeln nun klarer und das geforderte nun deutlicher ist spielt der Content eine sehr viel größere und wichtigere Rolle.

Was uns damit auch zum zweiten Teil führt: Content Marketing. Content ist das was Google und Co erwarten, Inhalte die dem Besucher die Frage die durch die Suchanfrage gestellt wurde beantwortet. Dabei hat Content heute auch noch das zusätzliche Ziel für neue Backlinks zu sorgen.

Durch die gestiegene Wichtigkeit von Unique Content der die besonderen Bedürfnisse von Besuchern erfüllen kann entstand so ein Feld das sich genau damit beschäftigte. Der Content Bereich hat gerade auch durch den immer noch enormen Anteil der Besucher von Suchmaschinen am Gesamttraffic von Webseiten bei vielen Firmen einen großen Stellenwert erlangt. War es beispielsweise im eCommerce häufig der Fall das Produktbeschreibungen vom Hersteller genommen worden sind und auf Kategorie Ebene kaum einer Inhalte geschrieben hat. Gehen Heute Seiten wie Hitmeister, Media/Saturn und co hin und schreiben Ratgeber in enormen ausmaß. Und genau das ist die zunehmende Gefahr für die kleineren Player in dem Umfeld!

Der Fall Amazon im SEO

Das Argument was am häufigsten in der Diskussion um Amazon kommt ist: Es handelt sich dabei um eine Generalisten, er kann sich nicht um jede noch so kleine Kategorie kümmern. Dadurch entstand das Prinzip das sich Spezialisten neben Amazon etablieren können und teilweise selbst einen Amazon in der jeweiligen Kategorie überholen können (Zalando im Bereich Mode, Notebooksbilliger im Notebook Segment ..). Genau dieses Prinzip kam auch im SEO den kleineren Teilnehmern zu gute. Konnten kleiner Shops mit liebevoll erstelltem Content punkten. Weil gerade die großen sich nicht um jeden Bereich kümmern konnten. Wird dieser Zustand momentan zunehmend aufgeweicht, denn nachdem die großen Content Abteilungen der großen Player sich die vermeintlichen Haupt Keywords vorgenommen haben wird zur Steigerung von Traffic, Umsatz und Ertrag natürlich das Feld erweitert. So kommt es das selbst ein Otto nun Texte für Gaming PC und Gaming Tastaturen schreibt und somit in Bereiche vordringt die außerhalb des eigentlichen Kerngeschäftes sind. Was dabei zu einem immer größeren Problem wird ist die Tatsache das gerade die Player die die Ressourcen für umfangreiche Content Abteilungen haben schon selbst eine so starke Domain haben das der Einstieg bzw Erweiterung der SEO Keywords für diese Player deutlich leichter fällt. Sicherlich wird es noch dauern bis in jeder Branche dort entsprechende Effekte sichtbar werden. Doch wer sich vor diesem Trend verschließt wacht im Zweifel auf und findet seine Webseite auf Seite zwei bei Google, was praktisch dem Friedhof entspricht!

Eine Warnung, eine Empfehlung und ein Ausblick

Wer mehr als 50% seines Traffics von Google bezieht steht heute auf wackeligen Beinen. Man macht sich von einer Quelle abhängig die man selber nur schwer beeinflussen kann. Updates und Schwankungen der Rankings haben bei der Größenordnung enormen Einfluss auf das Geschäft. Dazu kommt das die Zeiten vom „kostenlosen Traffic Suchmaschine“ vorbei sind. Wer hier nicht investiert wie in anderen Kanälen auch wird entweder bereits gesehen haben oder wird noch sehen wie schnell diese Traffic Quelle versiegen kann.

Die Alternative, sobald man verstanden hat das der zunehmende Druck der großen Player und Content Farmen (Hallo Chip.de und Co!) einen zu Investitionen in dem Bereich zwingen wird, ist der Gang zu alternativen Traffic Quellen. War früher die Suchmaschine die Plattform für Benutzer und eine der wenigen Möglichkeiten Traffic zu bekommen hat man Heute eine deutlich größere Auswahl. Plattformen im Social Media wie Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest und Co können auf unterschiedlichste Art genutzt werden für das erreichen von Potenziellen Besuchern. Sowohl im Paid als auch im Non Paid Bereich. Dazu kommen die gestiegenen Möglichkeiten im Online Marketing und Performance Marketing. Wo früher nur große Player Verträge abschließen konnten und man dadurch einen fest installierten Banner über eine bestimmte Zeit eingekauft hat kann nun jeder mit einer Kreditkarte sich Werbeplätze einkaufen ohne gleich 20.000 Euro oder mehr als Budget zu benötigen. Dazu kommen dann auch die ganzen neueren Themen die sich momentan großer Beliebtheit erfreuen wie Influencer Marketing und Messenger.

Der Anteil von Suchmaschinen wird sinken! Es gibt immer wieder Bewegungen und Verschiebungen denen man aufmerksam folgen muss um nicht am Ende davon überrascht zu werden. Starten heute schon viele ihre Produktsuche anstatt bei Google auf Amazon, News werden auf Facebook konsumiert anstatt auf dedizierten News Seiten. Die Suche im Mobile wird durch Siri, Google Now und ähnliche ersetzt. Das Thema Lokal abgestimmte Antworten (nächstes Restaurant, Arzt..) werden in Map Anwendungen ausgespielt anstatt auf einer Webseite. Dazu die steigende Anzahl an App Nutzungen im Vergleich zu klassischen Webseiten….

Abschließende Worte

Die Welt ändert sich, für manche Bereiche langsam, für andere sehr schnell! Online Marketing muss sich ständig neu erfinden. Dabei sollte man sich immer bewusst sein ob man gerade nur den anderen hinterher jagt ohne Chance diese im jeweiligen Bereich einzuholen oder ob man nicht durch innovative Konzepte und Ideen als Vorreiter Vorweg gehen könnte um davon zu profitieren das man neue Felder bearbeitet die andere nicht bereits seit Jahren bearbeiten.

Marketing und eCommerce Veranstaltungen 2016 – Teil 1

Jedes Jahr starten duzende von Events und gerade für Einsteiger ist es schwierig dort zu entscheiden welche eine Reise und das teilweise umfangreiche Eintrittsgeld zu rechtfertigen.

Um sich zumindest einen Überblick über Events zu schaffen versuche ich hier eine Liste zu erstellen:

Deutscher Medienkongress 20.01.2016 – 21.01.2016 Frankfurt

http://www.conferencegroup.de/kongresse/marketing-medien-branding/deutscher-medienkongress-2016

Beschreibung des Veranstalters:

Zum 8. Mal findet am 20. und 21. Januar 2016 der Deutsche Medienkongress, das Branchenhighlight der Werbe- und Medienbranche, statt. Auf dem Kongress diskutieren die Top-Entscheider aus Wirtschaft, Medien und Agenturen zu den wichtigsten Themen der Branche. Seien auch Sie mit dabei und erleben Sie live den 8. Deutschen Medienkongress in der Alten Oper in Frankfurt am Main.

Online Handel 26.01.2016 und 27.01.2016 Düsseldorf

http://www.managementforum.com/Veranstaltungen/Online-Handel/index.php

Beschreibung des Veranstalters:

Highlights

  • DER Jahres Kick-Off der E-Commerce Branche
  • Exzellente Speaker mit spannenden Themen
  • Networking mit dem Who is Who der Branche
  • Verleihung des 5. Online Handels Awards
  • Besuch der parallel stattfinden Payment World 2016 (kostenfrei)


Freuen Sie sich unter anderen auf folgende spannende Themen

  • E-Commerce Updates 2016
  • Chancen und Gefahren durch das Internet der Dinge
  • Wearable Devices – Nutzen und Chancen
  • E-Commerce Fernost – Der Blick nach Asien
  • Content Marketing meets E-Commerce
  • Usability, Personalisierung und Customer Experiences
  • Zukunftsvisionen der Logistik

Plenty markets Online Händler Kongress 19.02.2015 – 20.02.2015 Kassel

https://www.plentymarkets.eu/news/kongress/

Beschreibung des Veranstalters:

Wir rocken Deinen E-Commerce 2016

Are you ready to shop? Wir sind es definitiv! Bühne frei für den plentymarkets Online-Händler-Kongress 2016. Unser Superstar geht in die nächste Runde und bietet erneut die perfekte Plattform für Onlinehändler & Co., vom Newcomer über den Branchen-Insider bis hin zum Rockstar der Szene. Wir haben wieder einmal Großes mit euch vor: Neben brandneuen Features unserer Software plentymarkets präsentieren wir einen größeren Kongress als je zuvor, der mit einer geballten Ladung Experten-Know-how, Networking und Infotainment auf und vor der Bühne das Kongress Palais in Kassel ein weiteres Mal erzittern lässt.

Egal, ob du plentymarkets bereits im Einsatz hast und noch mehr herausholen möchtest, ob du die Software gerade erst kennenlernst oder ob du einfach so richtig Bock auf dein eigenes Business im Netz hast – komm vorbei! Auf dem plentymarkets Online-Händler-Kongress 2016 geben wir zusammen Vollgas.

Social Media Week 22.02.2015 – 26.02.2015 Hamburg

http://socialmediaweek.org/hamburg/

Beschreibung des Veranstalters:

Wir können es selber kaum glauben: Vom 22. – 26. Februar 2016 werden wir die Social Media Week bereits zum 5. Mal nach Hamburg holen!

Dabei sind über die Jahre viele Dinge gewachsen – unser Netzwerk, die Locations, unsere Reichweite und unsere Erfahrung, solch eine Netzwerk-Konferenz auf die Beine zu stellen.

Gleich geblieben ist unsere Begeisterung für die #SMWHH und unser Grundsatz: Eine KOSTENLOSE Konferenz für EINSTEIGER und PROFIS zu sein.

Wir wollen nach wie vor mit hochkarätigen Speakern und anspruchsvollen Inhalten die digitale Blase hinter uns lassen und einen Austausch von Professionals und Usern, alten Hasen und Neueinsteigern ermöglichen. Das alles eingebettet in ein hochkarätig besetztes Programm das neben Information und Weiterbildung auch jede Menge Möglichkeiten bietet zum netzwerken und kennenlernen, ausprobieren und mitdiskutieren.

Online Marketing Rockstars EXPO 25.02.2016 Hamburg

http://www.onlinemarketingrockstars.de/expo/2016/

Beschreibung des Veranstalters:

DAS IST DAS ROCKSTARS FESTIVAL

Online Marketing Rockstars ist Deutschlands führende unabhängige Marketing-Plattform.
Wir schreiben Artikel, organisieren Konferenzen, Seminare, Aftershows und
die größte Jobbörse der Branche.

Das Online Marketing Rockstars-Festival ist das Herzstück unserer Firma. In 5 Jahren ist das Event von 200 auf 7.000 Besucher gewachsen. Auf unserer Bühne standen schon Speaker wie Buzzfeed-Gründer Jonah Peretti, Selfmade-Mann Gary Vaynerchuk, Pinterest-Gründer Evan Sharp, Wired-Gründer John Battelle und Nischen-Stars wie Peter Schilling von Heftig.co. Außerdem präsentieren wir jedes Jahr zukunftsweisende Unternehmen, u.a. waren schon Mediakraft, Sociomantic und Yieldify dabei. Speaking-Slots verkaufen wir keine. Dafür tauchen ab und an Acts wie Deichkind, Fettes Brot, Jan Delay, Das BO, Turntablerocker oder Moonbootica auf.

Seit 2015 gehört auch die Fachmesse Rockstars Expo am Vortag der Konferenz zum Festival. Das zweitägige Event richtet sich an alle Online-Marketing-Macher, die fachlich auf dem Laufenden bleiben und sich vernetzen wollen. Entertainment und Party darf man nebenbei auch ganz gut finden.

 

Internet World 01.03.2016 – 3.03.2016 München

http://www.internetworld-messe.de

Angaben des Veranstalters:

DIE MESSE

Die Internet World, die E-Commerce Messe, findet einmal jährlich auf dem Münchner Messegelände statt. Die Internet World ist eine reine B2B-Messe. Auf der Messe präsentieren sich Aussteller mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Bereich E-Commerce und Online Marketing.

Die Messe wird begleitet von einem hochkarätigen Kongress, der unter dem Motto „Die Zukunft des E-Commerce“ steht.

Veranstalter der Internet World ist die gleichnamige Fachzeitschrift INTERNET WORLD Business.